Editorial

von Regina Wohlfarth (Herausgeberin)

Lust am Entdecken, Fragen stellen, recherchieren, Schlüsse ziehen, Thesen formulieren, Wissen vermitteln, das sind Motivation und grundlegendes Handwerkszeug für den Wissenschaftler/die Wissenschaftlerin.
Mit welchem Geschick angehende Kunstwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler diese Instrumente bereits während ihres Studiums anwenden, präsentiert das erstmals erscheinende Magazin „Kunst im Kontext“, das von Studierenden des Departments Kunstwissenschaften gegründet und herausgegeben wird, der Öffentlichkeit.
Über 4000 Studierende sind in den fünf Instituten des Departments Kunstwissenschaften eingeschrieben, in Kunstgeschichte, Kunst- und Musikpädagogik, Musik- und Theaterwissenschaft. Noch gibt es innerhalb des Departments wenige Plattformen für gemeinsames Forschen und Lernen, dafür, den/die andere/n und sein/ihr Fach, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Kunstsparten, ihrer Forschungsansätze und Methoden der Vermittlung kennen zu lernen.
Allein die Tatsache, dass der Innenstadtcampus (Stammgelände?) der LMU sehr weitläufig ist und die fünf Institute des Departments Kunstwissenschaften in sechs Gebäuden untergebracht sind, bildet ein nicht zu kleines Hindernis.
Ein Studierendentreffen im Umfeld einer Evaluation des Departments wurde zum Auslöser für die Idee, Möglichkeiten der Begegnung und des Zusammenwirkens der Studierenden der Kunstwissenschaften an der LMU zu schaffen. Im vergangenen Wintersemester schließlich startete eine Gruppe von Studierenden aus verschiedenen Fächern des Departments die Initiative für eine Departmentzeitung. Ein erster Entwurf wurde im Rahmen einer fächerübergreifenden Lehrveranstaltung zum Kulturmarketing entwickelt, die Gruppenarbeit wurde rasch intensiviert und aus dem Schweinchenbau in die anregende Atmosphäre des Spoon verlegt.
Zunächst einmal auf digitalem Wege schaffen die Studierenden der Kunstwissenschaften ein Kommunikationsinstrument und ein Forum für Themen der Kunst, der Kunstwissenschaften, des Lehr- und Forschungsbetriebs an der Universität und des studentischen Alltags. Schon das Inhaltsverzeichnis der ersten „Ausgabe“ entfaltet ein farbenreiches Kaleidoskop an Themen aus den unterschiedlichsten Feldern der kunstwissenschaftlichen Institute an der LMU. Allen Studierenden, Lehrenden und Freund/inn/en der Kunstwissenschaften wünschen wir eine anregende Lektüre.